Surfen in Deutschland – Datenautobahn mit Tempolimit

DVB-T

Erinnern wir uns: »Die flächendeckende Versorgung unseres Landes mit leistungsfähigen Breit­band­anschlüssen […] sind wichtige Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum und steigenden Wohlstand.«

Bis 2014 sollen für 75 Prozent der Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. So das als »durchaus ambitioniert« bezeichnete Ziel der Bundesregierung. Nach jetzigem Stand ist das Ziel der Bundesregierung nicht erreichbar, mehr noch: Wir sind meilenweit von diesem Ziel entfernt.

Im internationalen Vergleich steht Deutschland beim Thema Internetgeschwindigkeit heute schlechter da als zum Beispiel Rumänien. Nach dem kürzlich von Akamai veröffentlichten Report „The State of the Internet“ liegt die Bundesrepublik beim Ranking der Länder mit dem schnellsten Internetzugang mit durchschnittlich 6,9 Mbit/s weit abgeschlagen auf Platz 20 und damit hinter Rumänien, das mit 7.5 Mbit/s auf Platz 15.liegt.

An der Spitze stehen dort Südkorea (14,2 Mbit/s) und Japan (11,7 Mbit/s). Aber auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft kann deutlich schneller gesurft werden. Am schnellsten in der Schweiz (10,1 Mbit/s), den Niederlanden (9,9 Mbit/s) und Lettland (9,8 Mbit/s). Schuld an der deutschen Datenlandstraße ist der nur langsam voranschreitende Ausbau der Breitbandnetze. Es ist also davon auszugehen, dass Deutschland auch in absehbarer Zeit nicht zur digitalen Weltspitzen aufschließen kann.

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